Die Japanerin Shiho Fukuhara und der Österreicher Georg Tremmel machen Kunst. Studiert haben sie “Interaction Design” am Royal College of Art in London (wie sie dann eine so schlechte Website machen können, bleibt mir allerdings ein Rätsel…) . Die beiden haben Biopresence entwickelt. Es geht dabei darum, die Erbsubstanz eines Menschen zum Beispiel in einen Baum zu übertragen. Resultat soll ein transgener Baum sein, aber es gibt noch erhebliche Probleme mit der (bio)technischen Umsetzung des Ganzen. Und einfach so eine Kiefer mit den Genen von Opa in den Garten stellen, das darf man ja auch nicht, da sei Greenpeace davor. Und doch kommt die FAZ in ihrem etwas drögen Artikel gleich ins Schwärmen: “Man denke nur an den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis im Garten Eden.” Mmmmh, mir kommt da eher die mickrige Mähre im Garten in den Sinn, an der Fifi jeden Tag sein Geschäft erledigt. Oder der Opa als Tischplatte. In einer Ausstellung haben die beiden Künstler denn auch schon Granny-Smith-Äpfel gezeigt und gefragt: “Würden Sie einen Apfel vom Großmutter-Baum essen?”

Opa
Und wie ist das dann überhaupt: stehen die Bäume dann auf dem Friedhof? Oder im Park? Und die Bäume von Prominenten stehen dann im Botanischen Garten?
Der Charme an der Idee wäre ja, dass man sich einen transgenen Baum (und warum nur einen Baum, wie wäre es mit einem Kaktus?) von jemanden bestellt, den oder die man nicht so besonders mochte. Da könnte man dann über Jahre das Pflänzchen zuwenig oder zuviel gießen und sich sehr vornehm rächen.
Und Vegetarismus bekäme auch einen etwas fahlen Beigeschmack.