Also wenn man sich mal das Fernsehprogramm einen Tag vor den amerikanischen Wahlen anschaut, dann kann einem ja Angst und Bange werden um die transatlantische Freundschaft und wie dererlei Euphemismen für das zerrüttete Verhältnis zwischen Europa und den USA heißen.
Pro7 läßt es sich nicht nehmen, Michael Moores Fahrenheit 9 / 11 an diesem Tag zum ersten Mal im öffentlichen Fernsehen auszustrahlen und zeigt gleich danach den kalifornischen Gouverneur als Terminator. Auf Arte läuft die Satire Wag the Dog, die mit dem amerikanischen Präsidentenamt ebenfalls nicht zimperlich umspringt, nachts gibts ne Doku über einen Bomber: Memphis Belle – Geschichte einer fliegenden Festung. Im ZDF torkelt ein amerikanisches Atom-U-Boot durchs Meer und löst fast einen Weltkrieg aus, 3sat erzählt von der American Expansion – Der Traum vom Raum in den USA.
Nur Kabel 1 zeigt einen Amerikaner, wie ihn unsere Eltern noch kannten und schätzten: stark, unabhängig, schön, strahlend, ein echter Held: Winnetou.