In Südkorea finden junge Menschen E-Mail langsam zu langsam, schreibt Telepolis. Die Ungeduld der nachwachsenden digitalen Generation sei gerade mal noch von Instant Messenger, SMS und in Korea weit verbreiteten Mini-Homepages zu befriedigen. Da Kommunikation vor allem als Spiel verstanden werde, wünschen sich die Jugendlichen eine unterbrechungslose Echtzeit-Kommunikation ohne das Warten auf Antwort:
Die neue Generation hasst Langeweile und Warten. Sie neigt dazu, ihren Gefühlen sofort Ausdruck zu verleihen. Der Niedergang der Email ist eine natürliche Folge von solchen Eigenschaften der neuen Generation.
Habe gerade selbst mal wieder ein uraltes Bakelit-Telfon mit Wählscheibe ausprobiert. Geht auch. Da merkt man erstmal wieder, was für en Uralttechnik die ganze Telefoniererei ist. Aber wenn ich die koreanischen Jugendlichen recht verstehe, dann ist ja das Telefon ihrem Lebensstil viel angemessener. Vielleicht wird die E-Mail wie das Panorama, das Grammophon, das Telegraphieren nur eine vorübergehende Erscheinung sein.