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Die kleine Buchhandlung an der Ecke: unflexibel, kunden- und innovationsfeindlich

Ein sehr nettes kleines Genrebild über Buchhandlungen gibt es in der Telepolis nachzulesen. Interessant (und sehr treffend) ist der Autor in seiner Beurteilung einer anonymen Riesen-Buchhandlung und der kleinen Buchhaldung an der Ecke. Klar, die Buchhandlung à la Hugendubel, Thalia o.ä. kommt nicht besonders gut weg. Aber auch die kleine Sortimentsbuchhandlung erweist sich als keinen Deut besser. Sie verharrt in der guten alten Zeit, bietet so gut wie keinen Service, weder eine Website noch einen Lieferservice für die Nachbarschaft noch eine E-Mailadresse. Selbst ein Anrufbeantworter erscheint dem Buchhändler offenbar als zu innovativ. Und weiter:

Vergriffene Bücher, die ein Buchhändler nicht antiquarisch mit Hilfe von Diensten wie anti­quaria.de seinen Kunden anbieten möchte, lässt andere an dem Leserwunsch verdienen. In Zeiten des Onlinehandels und der Marktkonzentrationen, in der kulturlose Buchkaufhäuser und Bestellportale im Internet entstehen und ausgebaut werden, in der die Bücher wie bei Aldi der Zucker palettenweise verkauft werden soll, ist Service eine riesige Chance, Leser nicht nur zu halten, sondern auch zu gewinnen.

Wir werden es in nächster Zeit sehen,wie eine Buchhandlung nach der anderen unter Krokodilstränen aufgeben wird, wie jedesmal scheinheilige Trauergesänge über den Niedergang der Kultur angestimmt werden und wie es sich doch oft nur um das Verschwinden eines Holzkopfes handelt, der nicht begriffen hat, dass weiterhin gelesen wird, man für seine Kunden aber auch was tun muß.

Telepolis-Artikel: Servicewüste Buchhandlung. Warum der Onlinebuchhandel zum Ruin von Ladengeschäften führen wird.

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Ein Kommentar

  1. Kurt
    Erstellt am 15.07.2010 um 21:06Uhr CET | Permanent-Link

    Es gibt auch andere fremdverschuldete Gründe, weshalb kleine Buchhandlungen aufgeben müssen:

    http://www.helge.at/2010/06/versucht-thalia-kleine-buchhandlungen-zu-zerstoren/

    http://ooe.orf.at/stories/452202/

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