Dietmar Dath sieht die Fernsehserie 24 durch die Augen und die Lektüre Nietzsches und bemerkt in der FAZ:
Jack Bauer leistet für die dritte Staffel in einem Ausmaß Doppelagentenarbeit, daß er allmählich wirklich alles doppelt sieht – genau wie wir, die Zuschauer, die bei so vielen internen Varianten, Spiegelungen und Echos des Themas „Wie wird man, was man ablehnt, und wozu kann das von Nutzen sein?” zwar nie die Übersicht über die Handlung verlieren, aber doch die Bequemlichkeit aufgeben müssen, uns auf der sicheren Seite zu wissen: im moralischen Jenseits, da, wo man urteilen darf.
Amüsanterweise kommt er auch noch zu folgendem Schluß:
und warum ausgerechnet eine öde und tantenhafte Nuß namens Halle Berry die erste Schwarze sein mußte, die den Oscar bekommt, wo doch auf der Welt, wie hier zu besichtigen, African-American-Talente vom Range eines DB Woodside und einer Gina Torres herumlaufen, das wird späteren, postrassistischen Kulturhistorikern noch echtes Kopfzerbrechen bereiten.