Bush ist wiedergewählt worden, weil er diese Politik betreibt. Nicht obwohl. Das ist das wirklich Beunruhigende an der ganzen Sache. Eine ganze Gesellschaft gerät in einen Kriegswahn, nimmt den Krieg in einem fernen Land für obskure Ziele hin, muß sich eingestehen, dass die Gründe für den Krieg vorgeschützt und erlogen waren und sieht es als alltäglich an, daß täglich die eigenen Soldaten und Iraker sterben und ein ganzes Land im Chaos versinkt. Und macht weiter wie bisher und rüstet sich bereits für den nächsten Krieg. Seymour Hersh schreibt im New Yorker über die kommenden Kriege und man kann nur hoffen, dass er nicht recht hat. Der Iran sei das wahre Ziel des Bush-Regimes, schreibt er, die Kriegsvorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Man sieht die Zerstörungen der US-Armee in Babylon und denkt sich, wieviele Kriege, Feldzüge und Schlachten die Mauern von Babylon bereits haben kommen und gehen sehen. Was wird das für ein Blick zurück sein von einem Menschen in 1000 Jahren auf den Beginn des 21. Jahrhunderts? Ein “War President” überzieht den Globus mit Krieg, auch dieser Krieg nichts weiter als ein Wimpernschlag in der Geschichte, ob Punische oder Gallische Kriege oder der 2. Golf-Krieg, nichts als ein kleines, kaum bemerktes Brodeln im großen Topf der Menschheitsgeschichte.
Telepolis über Seymour Hersh und seinen Artikel