Ja, ja, ja, das sind die Geschichten, die wir lesen wollen: Mann pinkelt sich aus Lawine frei. Da kann der Spiegel ja noch so korrekt und erbsenzählerisch anmerken, dass es für die Geschichte noch keine offizielle Bestätigung gibt —- IST UNS DOCH EGAL!!! Das wollen wir lesen, hören, ja: erleben! Da kann uns doch der gesamte Steuer-auf-einem-Bierdeckel und Jetzt-sinds-schon-5-Millionen-Scheiß gestohlen bleiben: Der Slowake Richard Kral wurde mit seinem Auto von einer Lawine verschüttet, sah freigraben als sinnlos an und dann kommts:
Stattdessen besann er sich auf die physikalischen Grundkenntnisse: Er würde sich nur auf einem Weg aus dem weißen Gefängnis befreien können – indem er den Schnee zum Schmelzen bringt.
Ein Glück, dass er auf seinem Wagen 60 Flaschen Bier geladen hatte:
Ein Bierchen nach dem anderen stürzte er die Kehle hinab, stets darauf bedacht, den eiskalten Gerstensaft durch den körpereigenen Durchlauferhitzer auf die notwendigen Temperaturen zu bringen. Nach vier Tagen ging der Plan des Nottrinkers auf: Laut “Krone” taumelte er sturzbetrunken den Rettungskräften entgegen. “Es war hart, und meine Nieren und meine Leber tun jetzt weh. Aber ich bin froh, dass sich das Bier als nützlich entpuppt hat”, wird der Mann zitiert.