Wie blöd, wie strunzdumm, wie haste-nich-gesehen-verpeilt muß man eigentlich sein, wenn man als Post den ganzen lieben langen Tag mit Paketen zu tun hat, also gerade nicht mit supertechnischen, ständig im Internet zirkulierenden Informationen, sondern zunächst mit den guten alten Paketen, die in Packpapier eingepackt sind, ne Schnur drumrum haben, eine Briefmarke drauf und irgendwie so richtig schön körperlich sind, so herrlich real, eben schwer, rauh, präsent, also, wie blöd muß man dann sein, wenn man seinen Laden und seine Dienste mit folgenden Wörtern meint zu verkaufen: “Same Day”, “Time Definite”, “Day Definite”, “Freight”, “Fulfilment”, “Express Logistics, “Supply Chain Management” und, absoluter Schlager: “Packagingservice”. Aaaaaaaaaahhh, aaahhhhhhh, aahhhhhhhhh! Dieser ganze Bockmist findet sich auf einer beliebigen (wohlgemerkt: deutschen) Seite von DHL (die Post hat jetzt noch weniger Buchstaben…) Jedes Unternehmen wäre froh gewesen über die seit Jahrhunderten gewachsene Marke “Post” und ihre Werbewirkung, aber wenn Schwachmaten ihre Arbeit machen, dann machen sie die richtig. Deshalb heißt man jetzt DHL (Die Handeln Langsam?), könnte aber auch GHP oder LGW heißen, iss ja irgendwie alles egal. Da kann man seine Dienste dann auch mit Englisch ein bißchen aufpeppen und irgendwie so tun, als ob das ganze Paketgeschiebe doch total “cool”, unglaublich modern, irgendwie “hip”, was für die “Kids” und das “Big Business” sei… Man möchte es mit dem lieben Max Liebermann halten, der einmal den schönen Ausspruch machte: “Man kann gar nicht so viel fressen wie man kotzen möchte”