betonblog.de Blog für schwere Gedanken.

Zusammen oder getrennt und Handy u. Handies

Ja ja, die leidige Frage, die im Restaurant immer wieder für Verwirrung und niedergeschlagene Blicke sorgt. Auch wenn ich immer denke “Was geht den Kellner meine Beziehung an?”, stellt sich in der Gruppe doch all zu oft die komplizierte Frage, wie man die aufgelaufene Rechnung bezahlt, in Hessen zudem verbunden mit der komplizierten Zusatzfrage nach der Bembelkasse. Aber da die Menschheit manchmal mit Riesenschritten vorangeht (auch wenn man nach der Lektüre der letzten betonblog.de-Beiträge meinen könnte, dem sei nicht so), gibt es nun (zumindest für alle Palm-Besitzer) eine Lösung: Billsplitter!, eine Trinkgeld- und Rechnungsteilungsberechnungssoftware (ja, ja, die Komposita, da schaut ihr, was, ihr Angelsachsen…) mit Vor- und Nachsteuer und Ab- und Aufrundungsfunktion. Da bleibt nichts ungeklärt. Also, ihr Ich-hab-doch-nur-n-Wasser-getrunken-Beleidigte, die Rettung ist nah. Übrigens doch nicht nur für Palm-Besitzer, die Sache soll auch auf Java-Handies funktionieren. Ach ja, Handies. Das Wort Handy gibt es ja meines bescheidenen Wissens nach überhaupt nicht im Englischen, da sagt man ja cell oder mobile phone für die Dinger. Wir haben jetzt aber im Deutschen ein “Handy”, aber flektiert dieses ja dann wohl (n)ur-deutsche Wort wie seine englischen Verwandten, etwa wie bei Belly (engl. für Bauch) und Bellies? Also wird dann mit diesem so englisch klingenden Wort nach einer deutschen oder einer englischen Grammatik umgegangen? Also muß es für den Plural heißen “Handies” oder “Handys”. Oder ganz deutsch “Handysse” oder “Handyn”.

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Ein Kommentar

  1. Erstellt am 18.02.2005 um 19:39Uhr CET | Permanent-Link

    Ich versuche für die Dinger seit Jahren die Bezeichnung Mobilfernsprecher (Sg.=Pl.) zu etablieren. Was sich mit MFS sehr schön abkürzen ließe.

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    Ich finde Niemanden, der so häufig Recht hätte, wie ich ! (Arno Schmidt: Die Umsiedler, BA I/1, S. 275)

    Das Verzweifelte, daß die Praxis, auf die es ankäme, verstellt ist, gewährt paradox die Atempause zum Denken, die nicht zu nutzen praktischer Frevel wäre. (Theodor W. Adorno, Negative Dialektik, S. 243)

    Schlechtes Benehmen halten die Leute nur für eine Art Vorrecht, weil keiner ihnen aufs Maul haut. (Klaus Kinski)

    I cannot persuade myself that a beneficent and omnipotent God would have designedly created parasitic wasps with the express intention of their feeding within the living bodies of Caterpillars. (Charles Darwin)

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