Na, du kleine Kohlenstoffquelle. Wenn Du nicht aufpaßt, dann werden sich Deine lieben Kleinen in ein paar Jahren aus Dir einen hüschen Ring machen lassen (der dann aus Versehen ins Klo fällt, was für ein glorioses Ende…;-). Wir hatten in grauer Vorzeit schon mal an dieser Stelle drüber geschrieben, wie man aus Opa einen Ring oder andere Schmuckstücke machen kann und jetzt ist es sogar amtlich bzw. im Feinstaub-Land angekommen: verstorbene Angehörige können zu Ohrringen, Broschen usw. verarbeitet werden. Da bekommt das liebevoll gemeinte “Mein Schmuckstück” eine schöne Nebenbedeutung.
Die Prozedur klingt allerdings eher nach einer Art Müllverbrennung:
Dabei muss während der Einäscherung die Sauerstoff-Konzentration im Krematoriums-Ofen (am vorteilhaftesten in einem Partner-Krematorium) überwacht werden, da sonst der wertvolle Kohlenstoff als Kohlendioxid entweicht und unter Umständen nicht genug Kohlenstoff anfällt.
Mit anderen Worten: man könnte sein ganzes Leben lang Müll getrennt, Altpapier gesammelt und bei schummrigen Energiesparlampen Flugblätter für die Erhaltung der Rückzugsgebiete der Sumpf-Trappe verfasst haben —- und plötzlich wird man im Krematorium zum Umweltfall, ja sogar zum Ozonloch-vergrößernden Abgas. Emission possible sozusagen. Tz, tz, tz, noch 20 Jahre, dann gibt es “Beerdigung Classic” mit Erde, nem Sarg und so, die Happy Few lassen sich dagegen zum Schmuckstück umarbeiten. Ebay, wir kommen: “Gelegenheit. Biete meine Schwiegermutter als Brosche (kommt daher “broschiert”?), kaum Gebrauchsspuren, wie neu.”