Es ist wohl keine Kriegs”bericht”erstattung mehr, irgendetwas bloß journalistisches aus zweiter Hand, wenn Soldaten ihr eigenes Tun fotografieren und die Bilder ins Netz stellen, wie sich in einem Telepolis-Artikel über Die Fotos der Krieger nachlesen läßt. (Für die liebe Familie daheim? Sieh mal, wie Papi sein Geld verdient. Mit dem Ausräumen irakischer Wohnungen. Mit dem Fesseln von Leuten. Mit dem Rumfuchteln mit einem Maschinengewehr in fremden Wohnzimmern.) (Oder für die Welt? Hallo Welt, schau doch mal, wie spannend es bei uns zugeht?)
Keine lauwarmen Reportagen mehr à la “Hinter mir sehen Sie die sechste Kavallerie in einer Gefechtspause”, nichts mehr von “eingebetteten” Journalisten, sondern die Soldaten machen selbst die Fotos. Wann wird uns der erste von Soldaten gedreht Camcorder-Film zeigen, was amerikanische Soldaten den Tag über so machen, Rambo-Posing, Häuser durchsuchen, Städte zerlegen, Ölquellen befreien. Wahrscheinlich gibts die eh schon längst.
Telepolis-Artikel über Die Fotos der Krieger und Soldierblogs