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Ein lebendiger Organismus mit Urin, der stinkt

Unter der (Zwischen)Überschrift “Ein lebendiger Organismus” heisst es in der FAZ:

Beraten wurde auch über die Silbentrennung am Zeilenende. Zehetmair zeigte sich in Mannheim überzeugt davon, dass ein Konsens darüber erzielt wird, dass kein einzelner Vokal abgetrennt werden kann (E-sel, Reu-e). Als Beispiel für eine sinnwidrige Trennung nannte Zehetmair das Wort “Urinstinkt” mit den Trennweisen “Ur-instinkt” oder “Urin-stinkt”. Im Unterschied zu den bisherigen Regeln wird jetzt die sinnvolle Silbentrennung zur Entscheidungsgrundlage. Sprache sei ein lebendiger Organismus. Über die Interpunktion hat der Rat nicht diskutiert.

Womit die FAZ vom 01.07.05 mal wieder beweist, wie ‘lebendig’ Sprache sein kann.

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  • Motti

    Ich finde Niemanden, der so häufig Recht hätte, wie ich ! (Arno Schmidt: Die Umsiedler, BA I/1, S. 275)

    Das Verzweifelte, daß die Praxis, auf die es ankäme, verstellt ist, gewährt paradox die Atempause zum Denken, die nicht zu nutzen praktischer Frevel wäre. (Theodor W. Adorno, Negative Dialektik, S. 243)

    Schlechtes Benehmen halten die Leute nur für eine Art Vorrecht, weil keiner ihnen aufs Maul haut. (Klaus Kinski)

    I cannot persuade myself that a beneficent and omnipotent God would have designedly created parasitic wasps with the express intention of their feeding within the living bodies of Caterpillars. (Charles Darwin)

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