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Wahl-Kinder

Mannomann, was für ein Wahlabend. Man hat den Eindruck gehabt, das lauter kleine, untereinander zerstrittene Kinder versammelt sind, die sich aber darüber einig sind, dass ihre Eltern (die Wähler) “ganz ganz doof” sind, weil sie ihnen keine Süßigkeiten kaufen wollen. Täuschte der Eindruck oder hat tatsächlich nur jeder gesagt, mit wem er nicht reden will (nur die Grünen, ganz vollbärtig-WG-gestählt, haben die Tür für jeden offen)? Ginge es da nur um das Führen eines Käseladens wäre es ja ok, wenn es persönliche Eitelkeiten und Animositäten gibt, aber das keine und keiner (an die Wendung wird man sich wohl gewöhnen müssen) der Anwesenden das Wahlergebnis als Auftrag einer höheren Macht (jawohl) sieht, sondern sich beleidigt zurückzieht und unter der Bettdecke nur hervorkommt “Mit der Claudia spiel’ ich nicht!”, das ist schon sehr arm.
Treppenwitz der Geschichte: Sollte das Ergebnis doch relativ eindeutig sein, hätten die Wähler des Wahlkreises Dresden I es doch wieder wie früher, vor dem Fall der Mauer: man darf zwar wählen gehen, aber das Ergebnis steht schon vorher fest…

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  • Motti

    Ich finde Niemanden, der so häufig Recht hätte, wie ich ! (Arno Schmidt: Die Umsiedler, BA I/1, S. 275)

    Das Verzweifelte, daß die Praxis, auf die es ankäme, verstellt ist, gewährt paradox die Atempause zum Denken, die nicht zu nutzen praktischer Frevel wäre. (Theodor W. Adorno, Negative Dialektik, S. 243)

    Schlechtes Benehmen halten die Leute nur für eine Art Vorrecht, weil keiner ihnen aufs Maul haut. (Klaus Kinski)

    I cannot persuade myself that a beneficent and omnipotent God would have designedly created parasitic wasps with the express intention of their feeding within the living bodies of Caterpillars. (Charles Darwin)

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