Da ist mir doch noch was durchgesickert durch meinen Lobus temporalis, das muß jetzt einfach schnell weggehackt werden. Wer sich die “Keynote” des Apple-Chefs Steve Jobs angeschaut hat, dem oder der wird neben den ganzen Apple-Neuheiten, dem wie immer smarten Steve Jobs (der aber ständig hustete, und das in Kalifornien… Gibt es da eigentlich einen Zusammenschnitt, vom hustenden Steve Jobs?) und dem ganzen Apple-Brimborium aufgefallen sein, wie schlecht, unattraktiv, un-smart, humorlos, nichtssagend und überhaupt nicht zur Veranstaltung passend Microsoft von der Leiterin des Apple-Programms bei Microsoft re-präsentiert wurde. Die sicherlich sehr nette Microsoft-Angestellte schien völlig überfordert von dem Budenzauber der Apple-Veranstaltung. Aber vielleicht isses ja wie im richtigen Leben: Die Kalifornier von Apple machen Halligalli, Showtime!, während das dicke Geld von den farb- und charismalosen Kärrnern in Redmond verdient wird.
Und als kleiner ökonomisch-anthropologischer Nachschlag zu den Beobachtungen am Frankfurter Medien-Mittwoch: es ist schon etwas sehr interessantes, wenn Personen ihr Unternehmen repräsentieren sollen / müssen / können / dürfen. Nicht nur wird von ihnen immer verlangt, dass sie sich mit ihrem Unternehmen identifizieren (wes Brot ich ess, des Lied ich sing), nein, sie müssen auch in dem, was landläufig als Individualität bezeichnet wird, auf ihr Unternehmen eingenordet sein. Und, so erscheint es mir zumindest bei Unternehmen aus der Kreativ- und IT-Branche, die Protagonisten müssen auch in ihrer (demzufolge: scheinbaren, vorgeschützten) Individualität zu ihrem Unternehmen ‘passen’.
Hier what’s really behind a Steve Jobs keynote, inklusive einem Reality Distortion Field Amplifier und geklonten Steve Jobs’.
Und, heidewitzka & um das Maß voll zu machen: wassn schräger Apple-Werbspot, ein echter Flash-Back. Aber wie spricht der Weise: Die Vergangenheit wird furchtbar sein.