Manchmal ist man schon verwundert, wie schnell in früheren Zeiten Gebäude errichtet wurden. Das Empire State Building zum Beispiel wurde in nur einem Jahr und 45 Tagen errichtet, der Palast der Republik brauchte immerhin bereits 32 Monate bis zu seiner Fertigstellung.
Aber wenn man jetzt hört, das die heutige Eröffnung des Berliner Hauptbahnhofs sage und schreibe 11 Jahre nach dem Baubeginn stattfindet, dann fragt man sich schon, wie das kommt und was für Gründe es für solchen einen langen Zeitraum gibt.
Und da läuft mir noch eine andere Zahl über den Weg: der Drei-Schluchten-Staudamm in China, immerhin 2309 Meter lang und 185 Meter hoch, von den vielen erzwungenen Umsiedlungen und der Umleitung des Jangtse gar nicht zu reden, hatte nur eine Bauzeit von 13 Jahren.
In China baut man also in etwas mehr Zeit einen so riesigen Staudamm, während man hier gerade mal einen Bahnhof fertig bekommt (und wie im Interview mit dem Architekten Gerkan nachzulesen ist, bekommt man ihn aufgrund des ästhetisch unempfindlichen Bahnchefs Mehdorn noch nicht einmal richtig fertig…).
Merkwürdig.