betonblog.de Blog für schwere Gedanken.

Wilhelmshaven

Wilhelmshavener BilderbogenUnd so wars in Wilhelmshaven. Ich kann nur empfehlen, auf den Spuren der ‘Manns’, im Sommer den klebrig-warmen Großstädten zu entfliehen und ‘in die Sommerfrische’ zu entkommen. In Wilhelmshaven hat zwar alles, wirklich alles den Namens-Präfix “Kaiser-Wilhelm-”, aber ansonsten weht dort die berühmte frische Brise und die Temperaturen sind mäßiger und nicht so marktschreierisch-auf-Schlagzeilen-aus wie sonst überall. Eben alles etwas nordisch-küstenmäßig-ruhiger.

Und was ist sonst noch bemerkenswert an Wilhelmshaven:
- man kann dort 4 x am Tag Matjes essen.
- es gibt dort viel mehr und viel nervigere Fliegen.
- am Strand gibt es Wurst von ‘freilaufenden Deichschweinen’
- das Wasser haut regelmäßig ab. Die Anwohner haben deshalb immer die Flut-und-Ebbe im Kopf, falls sie mal auf die Schnelle baden gehen wollen.

Ergänzend sei bemerkt: der große Käfer ist nicht in Wilhelmshaven zu finden, sondern im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg. Wer in Wilhelmshaven ins Museum gehen will, geht ins neu eröffnete Küstenmuseum Wilhelmshaven, dessen (einziger?) Internetauftritt unter dem Dach der Stadt Wilhelmshaven noch nicht mal den neuen Namen des Museums aufweist. Der von uns geschätzte Museumsblog war da schneller als das Museum selbst…

Und noch was: Warum wird Wilhelmshaven eigentlich mit “v” geschrieben und nicht Wilhelmshafen?

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Gedacht. Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

Ein Kommentar

  1. strappato
    Erstellt am 11.08.2006 um 12:27Uhr CET | Permanent-Link

    Das Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm dazu:

    HAFEN, m. portus. das mittelhochdeutsch kennt für dieses wort drei andere: das neutr. hap, gen. habes (vergl. unten haff), und die feminina diu habe und diu habene, welches letztere sowol mnl. als ´havene als auch ags. in der form häfene (Sachsenchron. 1031, 1090) wiederkehrt. habe blieb im hochdeutschen bis ins 16. jahrh. üblich (sp. 43).

    das niederdeutsche und scandinavische verwandte dafür das masc. hafen, formell ganz gleich dem vorigen hafen olla, nur dasz die in letzterem eingeschränkte bedeutung hier in groszartiger weise auf den behälter, den das meer für die schiffe gebildet hat, geht: ags. ist dies masc. hafen bis jetzt nur in dem ortsnamen ät Hafene nachzuweisen (THORPE diplom. angl. 536), altengl. haven (STRATMANN 280), havenet a small haven (HALLIWELL 1, 438), mnl. haven (KILIAN 220a), altnord. höfn, dän. havn, schwed. hamn. diese form dringt seit dem 16. jahrh. nach Oberdeutschland vor, das dort übliche habe allmählich verdrängend.

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

*
*

Du kannst diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

 
  • Motti

    Ich finde Niemanden, der so häufig Recht hätte, wie ich ! (Arno Schmidt: Die Umsiedler, BA I/1, S. 275)

    Das Verzweifelte, daß die Praxis, auf die es ankäme, verstellt ist, gewährt paradox die Atempause zum Denken, die nicht zu nutzen praktischer Frevel wäre. (Theodor W. Adorno, Negative Dialektik, S. 243)

    Schlechtes Benehmen halten die Leute nur für eine Art Vorrecht, weil keiner ihnen aufs Maul haut. (Klaus Kinski)

    I cannot persuade myself that a beneficent and omnipotent God would have designedly created parasitic wasps with the express intention of their feeding within the living bodies of Caterpillars. (Charles Darwin)

  • Kategorien

  • Archiv

  • Folgen

  • Seiten