Sehr witziger kleiner Kurzfilm: They are made out of meat. (Können auch Vegetarier/Veganer sehen, es wird nur einmal in einem Zwischenschnitt eine Hamburger-Scheibe gezeigt). Schön an dem Film ist der Perspektivenwechsel, endlich wird nicht immer nur über Außerirdische geredet, sondern sie reden über uns. Und wenn man sich selbst, dieses kleine bißchen Wetware zwischen so viel Soft- und Hardware, mal ernsthaft besieht, au weia.
Demnächst in diesem Theater: größere Exkurse über das Leben, das Schreiben und den ganzen Rest.
Wie sagte Peter Rühmkorf:
Weil nämlich, na, der einzige Mensch, der echt total an Dir hängt, bist Du selbst. Und wenn Du dann erst da liegst wie ein blutiger Beweisklumpen, für was? Ich persönlich kenn ja nichts Auferstandenes.
Überhaupt, Peter Rühmkorf, der Große: bei einem Besuch im Literaturarchiv Marbach (dazu später mehr, viel mehr) einen bezaubernden Brief des jungen Studenten Rühmkorf an den großen, eben noch sehr viel größeren Gottfried Benn gelesen. Tenor:
Herr Benn, ich weiß, man macht Revolutionen nicht mit, sondern gegen große Autoritäten. Aber dennoch wende ich mich an Sie mit meinen Gedichten, da ich Sie für einen der wenigen halte, der sie beurteilen kann. Ich studiere Literatur und verdiene meinen Lebensunterhalt mit Plakateaustragen. Hier sind meine Gedichte, bitte lesen Sie diese und schreiben Sie mir Ihre Meinung. Ich habe nur diese, schicken Sie mir die Gedichte nach Ihrer Kritik wieder zurück.
Das alles mit Füller in Schreibschrift auf liniertem Papier, noch ganz ein Schüler, doch voller Verve, Frechheit, Enthusiasmus, Witz. Ich weiß nicht, ob Benn auf diesen Anwurf von Rühmkorf geantwortet hat