Bob DuCharme schreibt sehr amüsant in seinem bobdc.blog über Metadata und wie nah Metadata an Meatdata liegt (also Metadaten an Fleischdaten). Eine Google-Suche nach Meatdata bringt fast 2000 Einträge an den Tag. Kein schlechter Schnitt.
DuCharms Lieblings-Link ist der zu einem Jobangebot für einen Fleischdaten Bibliothekar, ein Job mit einem Jahresgehalt von immerhin ca. $ 40.000 / Jahr. Was macht der wohl: notieren, aus welchem Material Buchrücken (!) bestehen? Rindfleisch. Rindfleisch. Rindfleisch. Wasserbüffel (oho, die exquisite Arno Schmidt Ausgabe!). Rindfleisch. Schweinefleisch. Rindfleisch.
Aber natürlich läßt sich das locker, seeeehr locker toppen, wenn man bei Google nach Standart sucht. Mehr als 11 Millionen Einträge (!) sind der Meinung, “Standart” sei der Standard, wenn man Standard schreiben wolle (getrost vernachlässigen können wir hier, der Unwissenheit der Mitwelt sei’s gedankt, die Einträge über die in den 70er Jahren entstandene Standart-Bildserie von A. R. Penck, über die die Wikipedia zu berichten weiß und andere Exoten). Auch ohne diese werden sicherlich einige Millionen zusammenkommen.
Erschöpfend schreibt zur allgemeinen “Standartisierung” Cantor wider die Besserwisser. Falls der DUDEN wirklich, so wie es sein Vorsatz ist, Sprachwirklichkeit abbilden will und nicht Sprachregeln normativ vorschreiben will, dann ist langsam Zeit zum Handeln.