Immernoch beschäftigt mich der (gelesene und erlesene) Gedanke, dass in früheren Jahren (also vor der Ewigkeit von 5 Jahren…) Flugzeuge als der Inbegriff des Fortschritts, als Symbole von Freiheit, Grenzenlosigkeit gesehen wurden, gnadenlos positiv besetzt, man denke nur an die Peter Stuyvesant Reklame.
Heute ist einem jeglicher Flugzeuggedanke versaut, Flugzeuge über einer Hochhaus-Skyline sind Anzeichen der Katastrophe. Das Denken wird kolonisiert, war aber wahrscheinlich eh nie im ‘Privatbesitz’.
Die reflexartige Wiederholung der Bilder vom 11.September (“Nine/Eleven” sagen nur Leute, die mit ihrer “Maschine” in die “Staaten” fliegen, würde Max Goldt wohl feststellen) feiert die Medien als Herren über das Geschehene, macht sie nach Momenten der Ratlosigkeit kurz nach dem Einschlag der Flugzeuge zu den wahren Machern der Katastrophe. Die Fehlfarben singen dazu, kein bißchen veraltet: Ich kenne die Welt, ich bin im Kino gewesen. Ich will was tun, was nicht in der Zeitung steht.