betonblog.de Blog für schwere Gedanken.

Olfaktorische Okkupation

Man kann sich alle Mühe geben, diese dreckige, schmutzige, kalte, laute Welt hinter sich zu lassen. Man kann sich frisch & warm anziehen, man kann sich gegen den Schmutz der Welt mit Schuhen, Handschuhen und Mütze wappnen, man kann sich den iPod drüber stülpen und die vergötterte Musik hören (was passt besser im Zug als Kraftwerk mit Trans-Europe Express? Die geneigte Leserschaft möge es ausprobieren, die Landschaft wird zum unheimlichen Film, besiedelt von Komparsen…), aber was hilft das alles, wenn ein Typ mit zwei fetten Frikadellen im Brot sich vor einen setzt? Der Geruch ist bestialisch und der olfaktorischen Breitseite ist nicht beizukommen.
Wo ist sie, die Geruchsglocke, die persönliche Wolke?

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  • Motti

    Ich finde Niemanden, der so häufig Recht hätte, wie ich ! (Arno Schmidt: Die Umsiedler, BA I/1, S. 275)

    Das Verzweifelte, daß die Praxis, auf die es ankäme, verstellt ist, gewährt paradox die Atempause zum Denken, die nicht zu nutzen praktischer Frevel wäre. (Theodor W. Adorno, Negative Dialektik, S. 243)

    Schlechtes Benehmen halten die Leute nur für eine Art Vorrecht, weil keiner ihnen aufs Maul haut. (Klaus Kinski)

    I cannot persuade myself that a beneficent and omnipotent God would have designedly created parasitic wasps with the express intention of their feeding within the living bodies of Caterpillars. (Charles Darwin)

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