Manchmal ist man dann doch froh, dass einige Lebensentscheidungen richtig waren. Etwa wenn man sieht, was die Redakteure des umag durchgemacht haben müssen mit ihrer Interview-”Partnerin” Hannah Herzsprung (offenbar eine junge Schauspielerin).
Die Geschichte: die Jung-Mimin hat ein Interview gegeben und Matt Wagner zeigt in seinem lesenswerten Blog Die Rückseite der Reeperbahn eine Seite des Interviews, wie sie nach der “Überarbeitung” durch das Management der Jung-Mimin bzw. durch sie selbst aussieht. Fast drei Viertel des ursprünglichen Interviews-Textes sind gestrichen: Herz mit Sprung in der Schüssel (mit witzigem Bild der Streich-Seite). Was für ein Armutszeugnis, was für eine ängstliche, uncoole, einfach dumme Art, mit Medien und dem Publikum umzugehen.
Man fragt sich, was das wohl für Menschen sind, die viel, sehr viel erzählen. Aber wenn Sie das Gesprochene geschrieben sehen, alles für nichtig erklären. Wahrscheinlich Schauspieler. Oder ein Management, dass selbst keine Meinung, keinen Charakter, keine Ecken und Kanten hat. Und sich das auch bei seinem Star in spe nicht vorstellen kann und nicht wünscht. Arm, sehr arm.