19.02.2007

Liebe CDU,

Hausfrauau weia, das wird jetzt aber schwierig. Es soll doch alles so bleiben wie es eigentlich nie war: Mutti am Herd, Pappi geht löten, bringt die Kohle heim und arbeitet sein Leben lang beim Daimler oder bei Borsig.

Seien wir doch mal ehrlich (ich weiß, ich weiß, es fällt schwer, wenn man es nicht oft macht…): hat doch alles eh nie so funktioniert und jetzt, mit Jobs mal hier mal da (wenn überhaupt), da geht das halt alles nicht mehr so einfach. Und dann noch Frauen, di a) eventuell keinen Bock auf Kinder haben oder b) arbeiten gehen wollen oder c) sogar a und b als Alternativen ansehen oder d) irgendwie ein Leben führen wollen, das ihr nicht auf der Agenda habt, nämlich zum Beispiel arbeiten und Kinder aufziehen. Das scheint aber nicht so ganz zu den archaisch-folkloristisch-traditionellen Weltbildern zu passen, die bei euch noch so im Kopf rumspuken.

Komisch.

Und was mußte ich da heute morgen im Radio hören? Weil Fr. von der Leyen für genügend Kinderkrippen plädiert (das kam mir schon immer spanisch vor, dass ein so leicht zu organisierendes Thema wie staatliche Kinderunterbringung so knapp gehalten wird, da mussten einfach ideologische Gründe dahinter stecken, es können ja weder budgetäre noch praktische Gründe sein), habt ihr jetzt Angst vor einem “Linksruck” in der Partei.

Alle Achtung.

Geschrieben von blogschrift in Gedacht | RSS 2.0

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