Gleich zwei deprimierende Ereignisse, und das an einem Tag:
- Kartoffeln aus der nassen Erde geklaubt (Foto folgt). Jawohl, geklaubt. Und wie im letzten Jahr mit den Händen in der feuchten Erde in Herbst(!)stimmung gekommen, und das im Juli. An Grassens Blechtrommel gedacht und an die Schilderungen ‘der Alten’, die noch zum Kartoffelklau auf Züge gesprungen sind (und vom fahrenden Zug die Kartoffeln geworfen haben, die die Freunde aufsammelten) oder raus aufs Land sind, um den Bauern die Kartoffeln vom Feld zu klauen.
Man ist vielleicht nur ‘da’, weil die lieben Vorfahren so begnadete Kartoffeldiebe waren. - Im Unterschichtenfernsehen den Bericht über eine, nun sagen wir mal, etwas unordentliche Mutter und ihren ebenfalls unordentlichen Sohn gesehen. Eine völlig zugemüllte Wohnung und die Helferin vom Unterschichtenfernsehen erhält auf dem eingeblendeten Erklärungsbalken innerhalb von 90 Sekunden mindestens vier Titel: SAT1-Reporterin, Sat1-Helferin, Aufräumexpertin, Familientherapeutin. Nach der Sendung den Stapel Zeitungen in der Küche mit ganz anderen Augen gesehen.