In dem Buch Ein deutscher Segelsommer von Wilfried Erdmann heißt es:
Am Nebentisch klärt die Kellnerin über Hornfisch, auf: “Das war zu DDR-Zeiten der Arbeiteraal, weil man sich Aal nicht leisten konnte.”
Das haben wir doch schon öfters mal gehört, das es im gemeinen Volk (meist wohlklingende) Substitute (deutsche Wörter mit “-tute” als Endung sind ganz einfach super) für seltenes, kostbares oder unerreichbares Essen gab und gibt. Vielleicht fallen der werten Leserschaft ja noch weitere Beispiele ein?
Die vom Design her locker unter Web 1.0 fallende Website Rügen von A bis Z stellt zum Hornfisch etwas launisch und kopfschüttelnd fest:
Er ist ein wohlschmeckender Fisch mit hohem Phosphorgehalt, der jedoch wegen seiner grünen Greten [recte: Gräten, d.A.] im Binnenland weniger gegessen wird.
Bleibt zu ergänzen, dass der der Arbeiteraal korrekterweise als Krokodil-Hornhecht oder Tylosurus crocodilus bezeichnet werden müsste. Aber dann würden ihn “im Binnenland” wahrscheinlich noch weniger Leute essen.
Das Fisch-Bild ist aus der Wikipedia stammt von FishBase, die Zeichnung von dem früheren FishBase Mitglied Robbie N. Cada.