Bei Luxusklamotten hatte man es ja eh schon immer gewußt, über den gleichen Effekt beim Wein berichteten wir vor kurzem, und jetzt lesen wir, dass es sich bei Medikamenten nicht anders verhält, wie die Telepolis berichtet: laut einer Studie von Wissenschaftlern der Duke University und des MIT sind Placebos wirkungsvoller, wenn sie teurer sind. (Hier der Link zur Studie, für deren Lektüre man aber leider Abonnent des Journals of the American Medical Association sein muß: Commercial Features of Placebo and Therapeutic Efficacy .)
So ist es halt, das kleine dumme Menschenhirn, immer noch seine 10000 Jahre Evolution mühsam hinter sich her schleppend: “Wenn ich für diese Mammutkeule jetzt schon drei Tage unterwegs war, dann soll sie mir gefälligst auch besser schmecken als das Okapi, das ich hier vor der Haustür hätte erschlagen können!” (Ein Reflex, der übrigens immer noch in uns fortwirkt, man schaue sich nur die hiesigen Gastronomie-Gewohnheiten an, alles was “von fern” oder sogar von “sehr sehr fern kommt”, muss einfach besser schmecken.1
Erwähnt sei noch der schöne Kommentar aus der Diskussion bei Telepolis:
6. März 2008 11:48
Enthusiastisch verschriebene Placebos gibt es doch schon.
Lochkarte (mehr als 1000 Beiträge seit 24.06.00)Das nennt sich Homöopathie.