Das riesige Loch in der Fassade des neuen Kaufhauses in der Frankfurter Zeil geht seinem Ende entgegen. Beziehungsweise genauer: seinem Ende als Baustelle und seinem Anfang als Konsumstrudel.
Ein gewaltiges einsaugendes Loch, ein weiterer, diesmal sogar baulich manifestierter Malstrom der Marken, der vermeintlichen, doch nie zu erreichenden Befriedigung durch Waren, ein gigantischer Strudel, der neue Geiz-ist-geil-Menschen, 0%-Kredite, Ausverkäufe, Schnäppchen, nutzloses Zeug, neue pieces of shit in sich einsaugen und wieder auswerfen wird.
Und man sieht die ersten Opfer, die gefangen im Netz der Trichterspinne baumeln. Alle folgenden Opfer werden nicht mehr so gut zu sehen sein.
Ein Kommentar
dazu ein Buchtipp:
Wolfgang Ullrich
Habenwollen
Wie funktioniert die Konsumkultur?
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2006