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Zet-Kaffee-Mohr mit Handschuhen

zet_kaffeeLiebe Zet-Kaffee-Macher, auch wenn man bei eurer Website ohnehin nichts Gutes ahnen kann, fiel uns in einer nutzlos im Café vertändelten Minute bei eurem stark unterdurchschnittlichen Kaffee das nebenstehende Zuckertütchen auf. Nichts Ungewöhnliches im Grunde genommen, ein Mohr oder ein Türke mit Fez und Pluderhose, so wie ihn zum Beispiel auch der edle Feinkostler Meinl am Graben verwendet, oder natürlich Sarotti.

Allen genannten Mohren gemein ist allerdings, so kommt es mir völlig unrepräsentativ und nicht-empirisch vor, dass sie (ähnlich Michael Jackson) immer heller werden.

Bei Sarotti wurde der altbekannte Sarotti-Mohr ohnehin zu einem “Magier”, aber ihr, lieber Zet-Kaffee, habt euch auch nicht besonders geschickt aus der Affäre gezogen. Schaut man mal etwas genauer hin, dann habt ihr offenbar aus Gründen der political correctness euren Mohren leicht eingefärbt, er ist jetzt so hell wie sein Hemd, dafür scheint er nun — trotz seiner weiterhin recht weit südlich zu suchenden Heimat — braune Handschuhe zu tragen und, tja, Socken, Schuhe sind das jedenfalls nicht.
Oder habt ihr da einfach schludrig gearbeitet und dem Mohr im Zuge einer Wir-machen-das-jetzt-mal-politisch-korrekt-Aktion einfach ein helles Gesicht verpasst, dafür aber Hände und Füße so braun gelassen, wie sie mal waren?

Ja, natürlich wissen, wir, dass solche Gedanken total unnütz sind. Aber wie hieß es im Lied so schön: “die schönsten Gedanken sind die interessanten” (oder so ähnlich).

In diesem Sinne, lieber Zet-Kaffee: Besseren Kaffee machen und dem Mohr demnächst mal die Handschuhe ausziehen…

UPDATE: Hier noch etwas zum Meinl-Mohr, der eigentlich ein Türke ist.. Aber was soll man auch noch sagen zu einem Land, in dem (zumindest im Bundesheerjargon) der miserable Kaffee “Negerschweiss” heisst…

Übrigens gibt es zu diesem spannenden Thema auch ein Buch:

Rita Gudermann: Der Sarotti-Mohr. Die bewegte Geschichte einer Werbefigur.
Ch. Links Verlag, Berlin 2004.
174 Seiten, 29,90 EUR.
ISBN-10: 3861533413

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Ein Kommentar

  1. Erstellt am 17.02.2009 um 15:51Uhr CET | Permanent-Link

    Äußerst interessant. Und Schuhe sind das tatsächlich bestimmt nicht.

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