Das glaubt man ja gar nicht mehr, dass man so viel Intelligentes in so kurzer Zeit IM FERNSEHEN sieht. Unglaublich.
Und wenn es mit rechten Dingen zugehen würde in dieser Welt (doch ach, was führen wir da in diesem flüssigen Medium für ein Wort in unserem virtuellen Mund…) müssten die Zeitungen morgen früh mit riesigen Buchstaben diese Neuigkeit feiern: es gibt intelligentes Fernsehen, sogar auf einer Metaebene balancierend, selbstironisch, analysierend.
Hier gehts zur Seite zur Sendung, übrigens mit einem Livestream: Der Nutzen von Nachrichten Eine Einordnung des Tagesgeschehens aus philosophischer Sicht.
Einige Erkenntnisse aus wenigen Minuten:
- Die segnenden Handbewegungen des Papstes in der Messe zur Gemeinde bedeuten eigentlich: “Bleibt weg, bleibt mir bloß weg!”
- Google Earth als Blick eines Gottes und als neue Sicht auf die Welt, objektivierend und all-übersichtig
- Die Worte “Oberhaupt”, “Oberhaupt der Kirche”, “Weltgemeinschaft” sind fremd, hohl, reiner Schein.
- Die Sprache der Medien, voll von zusammengebackenen Adjektiven, die nur noch hohl sind, die keiner mehr hören will.
- Der Staat steigt aus Ratlosigkeit bei der Hypo Real Estate ein, um zu zeigen, das er handelt, das er stark ist, das er begreift, was gespielt wird. Und nicht etwa aus sachlichen Gründen.
- Die Bankenwelt wird von einer Funktionselite gebildet, die sich von Tugend etc. abgeschottet hat. Deshalb lacht die Bankenwelt darüber, dass ihre Verluste jetzt von den Steuerzahlern übernommen werden.
- Da spricht der Philosoph, nämlich Kurt Flasch: “Die (Nachrichten und auch die Bänker) kümmern sich einen Dreck um unsere Gerechtigkeitskonzepte.”