Woher bekommt eigentlich die Kirche ihr Geld? Nur aus dem Klingelbeutel dürften Kirchen, immenser Bodenbesitz, Angestellte, Gebäude, Kirchentage, kirchlich geprägte Sozialeinrichtungen wie Heime, Krankenhäuser etc. wohl kaum zu finanzieren sein.
Hier ein interessanter Beitrag des ARD-Magazins Panorama zu diesem Thema. Er zeigt auf, in welch gigantischem Umfang noch heute die Kirche Entschädigungen für die vor mehr als 200 Jahren stattgefundene Säkularisierung erhält1: Alte Pfründe: Steuermillionen für die Kirchen. Panorama schreibt dazu:
Noch heute zahlen zum Beispiel Kommunen Pfründe an die Pfarrer, selbst dann, wenn die Gemeinde schon lange keinen eigenen Pfarrer mehr hat. Städte müssen etwa den Umbau der Kirche berappen. Und auch die Gehälter der Bischöfe werden nicht aus der Kirchensteuer, sondern aus dem Staatshaushalt bezahlt. Mindestens 400 Millionen Euro fließen heute noch auf Grund uralter Verträge Jahr für Jahr an die Kirche [Meine Hervorhebung].
Über Steuergelder finanzieren also auch Nicht-Gläubige, Nicht-Kirchenmitglieder und Atheisten die Kirchen und ihren überirdischen Unfug in einem erheblichen Maße mit. Im Beitrag heisst u.a., dass im Jahr 2000 ca. 20 Milliarden Euro an die Kirche flossen. Wer mehr wissen will, schaut sich den lehrreichen Beitrag an und lernt ganz nebenbei auch etwas über die fortschrittliche Meinung diakonischer Arbeitgeber zum Thema Streik und die ganz und gar nicht barmherzige Situation von Beschäftigten bei kirchlichen Arbeitgebern: Unsinnige Steuersubventionen – Milliardensegen für die Kirchen.
- Und dafür sicherlich in barmherziger Art und Weise ehemals ausgepresste Bauern, Hinterbliebene von Inquisitionsopfern oder auf Kreuzzügen erschlagenen “Muselmanen” entschädigt… [↩]