Horizont

Vodafail — lachhaft, widerlich, dumm

Diese ganze Werbegeschichte um Vodafone ist so dumm, so unglaublich lachhaft, dass es jeder Beschreibung spottet, sogar der von Spiegel Online.

Herzhaft lachen kann man dagegen über die exzellenten Beiträge von wirres.net (“frau schnutinger macht PR“) und das “Tagebuch eines Vodafone-Vorstandes” von F!XMBR. Wenn man das liest, dann hat das Ganze ja direkt noch einen Sinn gehabt.

Ein bisschen ist es so, wie es Heiner Müller für die kleinen Schwachen in den großen Umstürze beschrieben hat. Genau so zeigt es sich nun auch in der unwichtigen, für die Realwelt lediglich peripheren Blogosphäre: die linientreue Avantgarde predigt den reinen Geist und stellt Regeln für alle auf, die dazugehören sollen oder wollen. Und dann gibt es da die Kleinen, die Schwachen, die Einknickenden, die sich für die Reaktion, für das Alte, für das Althergebrachte verkaufen und ihr Mitläufertum und ihr Einverstandensein mit ihrer Charakterschwäche, mit den Zwängen, mit dem Bedürfnis nach Sicherheit verteidigen.

Das Sektierertum grenzt sich ab, trennt sich von den Schwachen und pflegt, selbst zum Preis des eigenen Untergangs oder der eigenen fortgeschrittenen Bedeutungslosigkeit, die reine Lehre.

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