29.09.2009

Atomsemiotik. Oder: Kardinäle für Atommüll.

Liebe Atommüll-Befürworter, bitte denkt daran, dass verlängerte Laufzeiten noch mehr Atommüll produzieren, für den es noch kein “Endlager” gibt, man also nicht so genau weiß, wie es mit dem hochgefährlichen Müll weitergehen soll. Wir empfehlen deshalb allen Schlaumeiern ein vertieftes Studium der Atomsemiotik, die sich vor allem mit einer Frage beschäftigt:

Wie ist es möglich, unsere Nachkommen innerhalb der nächsten 10.000 Jahre über die Lagerungsorte und die besonderen Gefahren von Atommüll zu informieren?«

Die Frage klingt vielleicht zunächst etwas abwegig, aber wenn man sich überlegt, dass wir mit dem Lesen der (wesentlich jüngeren) Hieroglyphen oder der Keilschrift deutliche Schwierigkeiten haben, dann ist klar, dass es mit einem Schild wie “Vorsicht, Atommüll!” nicht getan sein wird, da in 10.000 Jahren niemand mehr deutsch sprechen wird (oder, auch ein Schreckensszenario, sich das Schwäbische als Weltstandard durchgesetzt hat).

Am besten haben uns die folgenden Antworten der Wissenschaftler und Künstler gefallen:

Interview zum Thema mit dem Semiotiker Roland Posener in der ZEIT: “Der Totenkopf überlebt nicht”

Thomas A. Seboek: Pandora’s Box: How and Why to Communicate 10,000 Years into the Future

  1. Quelle: Wikipedia-Artikel über Atomsemiotik []

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