04.02.2010
Ganz so leicht scheint die Sache in Afghanistan nicht zu sein
Während hier die Politiker u.a. aus versicherungsrechtlichen Gründen nur von “kriegsähnlichen Zuständen” daherreden, sieht man an anderer Stelle die Realität härter und unerbittlicher, wenn auch leider nur aus Sicht der Invasoren:
(Und bitte nicht wieder neunmalkluge Kommentare von Ästhetisierung, falsche Perspektive o.ä. Ich denke nicht, dass das hier beschönigend daherkommt, trotz des Stills am Anfang mit “Soldaten vor Sonneuntergang” (Aufgang für die Optimisten), den markigen Worten von wegen “we change history” und harten Kerlen. Das hier zeigt doch deutlich, dass hier die falschen Leute am falschen Platz sind.)
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Bisher ein Kommentar zu “Ganz so leicht scheint die Sache in Afghanistan nicht zu sein”
Ihr Kommentar:




Nunja…”we change history” ist ja weniger markig, als reichlich dumm. Die Einzigen, die ich kenne, die die “History changen” sind doch immer noch Historiker.
Der Film verspricht nicht viel: “Die Realität” lässt sich wohl auch mit den üblich-staubigen Abbildungen von Tür-Eintreten-Aktionen und “Nix verstehen, aber wir werden aggressiv”-Konversationen nur schwerlich abbilden. Davon gibt es übrigens schon ziemlich viel.
Vielleicht sollte man die Soldatenmenschen mal beim abendlichen Wichsen zeigen, dann Überblendung auf das Bild einer so so toten wie blutigen Braut nach einem “Splitterbomben-Hochzeitsgesellschaft-Zufallstreffer”.
Im Gegenschnitt dann die Herren Entscheider in ihren edelholzgetäfelten Konferenzzimmern und nach einem weiteren Schnitt wird der glückliche Trailorparkbewohner John Sixpack gezeigt, der in der örtlichen Rüstungsfabrik endlich einen Job als Hilfsarbeiter gefunden hat. Auch kurze Einblicke in das Privatleben von Redakteuren und Marketingleuten eines Massenmediums, welches regelmäßig zum Thema “Krieg gegen den Terror” berichtet, sollten nicht fehlen.
Eingebaute Werbepausen mit den üblichen Clips zur Erweckung künstlicher Konsumtionsbedürnisse beim Zuschauer wären sicher eine willkommene Ablenkung und dürften nicht fehlen, denn sie würden die ganze Sache noch ein wenig “realistischer” machen.