Wie geht eigentlich so eine Koalition zuende?
Mit Tränen?
Mit heruntergezogenen Mundwinkeln?
Mit einem herzhaften “Arschloch”, mit Lippenstift an einen Spiegel im Kanzleramt geschrieben?
Mit Türenknallen im Parlament?
Vielleicht ja auch nur mit Sätzen wie diesen, die man gestern auf Seite eins der FAZ lesen konnte:
Auch wurde dargelegt, die für das kommende Wochenende anberaumte Beratung von Gesundheitspolitikern werde ohne größere Bedeutung für den Fortgang der Beratungen zur Gesundheitsreform sein. Es kämen Fachleute zusammen, die nicht Entscheidungen des Koalitionsausschusses vorwegnehmen könnten, sagte der CSU-Landesgruppenvorsitzende Friedrich. [...] In der Führung der FDP hieß es mit Blick auf den Umgang in der Koalition, künftig gelte der Grundsatz: „Wer sich mit einem von uns anlegt, legt sich mit der ganzen FDP an.“ Dies sei aber nicht als „Kampfansage“ gemeint.
Was wir hier lesen, heißt doch zum einen (so, wie wir es ohnehin immer vermutet haben):
OK, schön und gut, dass sich irgendwo Fachleute zu dem Thema treffen, aber WIR entscheiden das sowieso nach eigenem Gusto.
Und zum anderen heult die FDP, dass sie sofort ihren großen Bruder oder “alle meine Freunde” holt, wenn die CDU/CSU noch einmal ihre Sandkuchen kaputtmacht.
Heul doch.