Letztendlich weiß man nicht, wie Außerirdische aussehen werden, falls sie hier mal landen sollten (oder schon gelandet sind). Ich habe im Garten einige Kandidaten gefunden: ausserirdisches_fruechte

Wirsing I

Kategorie: Geerntet
Wirsing

Wirsing

Der Jäger nennt ja sowas, glaube ich, eine „Strecke“, aber hier sind es jetzt einfach mal im Wortsinne die Früchte der Arbeit. Auberginen im Oktober sind denn doch etwas ungewöhnlich, aber so geht das mit dem Klimawandel, alles hat seine Vor- und Nachteile. Und manchmal hat es eben auch Auberginen…:

111002_garten

So geht das im Garten, irgendwann im Sommer geht man nur noch zur Ernte hin. Leider fehlt die äußerst wohlschmeckende Gurke, dafür sind die wichtigsten Werkzeuge drauf. Die Buschbohnen schmecken exquisit, mit einer Zucchini dagegen wird sich kein Gärtner schmücken, sowas wächst ja von selber…

Gartenernte am 9. Juli 2011

Schwertlilie Tja, was ist das jetzt?

Frühlingserwachen? Das dolle Stück von Wedekind, das einen in der Jugend durcheinander gebracht hat?

Oder doch nur eine Reminiszenz an Arno Schmidt? Der sich vorgeblich wunderte, dass Menschen gerne an den Geschlechtsorganen von Blumen riechen, das bei den eigenen aber nicht so oft machen.

Aber eigentlich ja nur eine Gartenfrucht, eine merkwürdige Pflanze mit ihren dünnen, aus dem Boden wachsenden Blättern, die aussehen wie Theaterkulissen, ohne jegliche Dreidimensionalität.

Die Blüte in ihrer verschwenderischen Konstruktion trickst – ähnlich wie die gleich neben der Schwertlilie stehenden Lupinen – die fleißigen Hummeln und Bienen aus und man sieht wieder, dass die, die viel arbeiten, das oft für Zwecke und Instanzen tun, die sie gar nicht durchschauen oder auch nur erahnen.

Heute aufgenommen im Garten, beim Staunen über die Eile der Bienen und Hummeln, die doch den ganzen Sommer jetzt erst vor sich haben und demnoch die Sache nicht lässig angehen.

Hier sehen wir übrigens die Blüte aus Sicht der Hummel: eine leckere gelbe Zunge streckt sich einem entgegen und man sieht hinten nur unschärfer den Stempel, der sich einem beim Nektarlecken auf den Rücken drückt.

Na ja, es gibt ja den uralten, arg vollbärtigen Witz „Gestern wusste ich noch nicht, wie Ingenieur geschrieben wird, heute bin ich einer“.

Den könnte man nun ergänzen um „Am 8. November habe ich die Chrysanthemen im Garten fotografiert, heute muss ((Dunkle Mächte befahlen mir, diese Ecke im Blog mit einer Blume zu bemalen. Gell, Polke, das ist wirklich einer meiner Lieblingsbildtitel)) ich im Blog drüber schreiben (ohne zu wissen, wie sie wirklich geschrieben werden)“.

Da, Meute, nimm den Herbsttrost:

Chrysantheme

Uuuuuh, es ist so ein verdammt berühmtes und gutes Foto (und das kommt ja SEHR selten vor, dass Dinge – oder auch Personen – berühmt UND gut sind), dass man es kaum schänden, abbilden oder erwähnen möchte in so einem niedrigen Zusammenhang. Aber die Ernte im Garten hat ihn an den Tag gebracht, diesen Bastard, diese Weston-Paprika in einer Frankfurter Apfel-Version:

Edward Weston für Arme, Frankfurter Version