Archiv für die 'Gelinkt' Kategorie

05.03.2010

Frühe Jahre. Oder: Dork Yearbook.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Bytes oder wie war das? Es gab jedenfalls mal eine Zeit, da war ein Sinclair ZX81 das heisseste Eisen (und das Wunder der Schule im “Medienraum”).

Wer bereit ist für die Zeitreise, der oder die schaue sich das Dork Yearbook an und staune…

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05.03.2010

Vergessene Pioniere: Paul Otlet

Ein schöner Artikel: As We May Recall: Four Forgotten Pioneers. Unter anderem handelt er über einen bemerkenswerten Mann, der uns schon in anderem Zusammenhang über den Weg lief: Paul Otlet (1868-1944). Und da wir hier ja einen kleinen Hang zur Heldenverehrung und zur Erinnerung an die abseitigen Geister der Weltgeschichte haben, sei der Dokumentarfilm über Paul Otlet und ein Blick auf sein Mundaneum empfohlen.
Otlet kann als eine Art geistiger Vater des Internets gelten, der nicht nur offen für neue Ideen und Technologien war, sondern mit seinem Mundaneum den ewigen (und: ewig scheiternden) Menschheitstraum einer kompletten und tatsächlich benutzbaren Weltbibliothek mit den zu seiner Zeit zur Verfügung stehenden Mitteln angegangen ist.

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24.02.2010

Käßmann trank Wasser statt Wein

Ja, das fanden wir dann doch sehr witzig, was die Titanic schreibt, nämlich:

Bischöfin Margot Käßmann, Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche, ist von der Polizei mit 1,3 Promille am Steuer ihres Dienstwagens erwischt worden. Die nach Rotwein riechende Käßmann beteuerte allerdings, den ganzen Abend mit ihrem Freund Jesus nur aus einem Krug mit Wasser getrunken zu haben.

TITANIC über Käßmann betrunken am Steuer

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16.02.2010

Hey asshole, ride a bike

Hey A@#$Hole from rossangeles on Vimeo.

Gesehen bei road.cc, der es von rossangeles hat.

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04.02.2010

Ganz so leicht scheint die Sache in Afghanistan nicht zu sein

Während hier die Politiker u.a. aus versicherungsrechtlichen Gründen nur von “kriegsähnlichen Zuständen” daherreden, sieht man an anderer Stelle die Realität härter und unerbittlicher, wenn auch leider nur aus Sicht der Invasoren:

Battle for Hearts and Minds Trailer from Danfung Dennis on Vimeo.

(Und bitte nicht wieder neunmalkluge Kommentare von Ästhetisierung, falsche Perspektive o.ä. Ich denke nicht, dass das hier beschönigend daherkommt, trotz des Stills am Anfang mit “Soldaten vor Sonneuntergang” (Aufgang für die Optimisten), den markigen Worten von wegen “we change history” und harten Kerlen. Das hier zeigt doch deutlich, dass hier die falschen Leute am falschen Platz sind.)

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03.02.2010

Lieber ACE… Oder: Risiko Baum

Risiko Baum, Infografik des ACE über die Häufigkeit von Autounfällen mit Bäumen in DeutschlandLieber ACE,
wir wissen Dich als Automobilclub durchaus zu schätzen, hast Du uns doch mal aus einer unangenehmen Situation befreit und unsere alte Karre souverän vor dem völligen Zusammenbruch bewahrt, irgendwas mit geplatzten Kühlleitungen etc. etc.

ABER, lieber ACE, Schwachsinnn wird nicht entschuldigt! Dummheit auch nicht (siehe den vorherigen Blog-Beitrag) und dreiste Ignoranz und Tatsachenverdrehung ebenfalls nicht. Deine “Info-Grafik” zu Baumunfällen ist wirklich so ein hanebüchener Unsinn, so eine bodenlose Frechheit gegenüber den schönen, oft seit mehr als hundert Jahren einfach nur dastehenden Bäumen (die uns als Allee übrigens noch zehnmal besser gefallen als einfach nur so einzeln dastehend oder als sog. “Wald”), dass wir jetzt unserer Empörung – gewissermaßen an Baumes statt – Luft machen müssen.

Denk doch einfach mal kurz nach:

Ergo und als Conclusio und aber auch horribile dictu: sind das nicht alles eigentlich AUTOunfälle und keine Baumunfälle?

Denk doch bitte bitte bitte nochmal nach, bevor Du das nächste mal “Info-Grafiken” erstellst. Keine Angst, wird schon klappen mit dem Nachdenken.

Ach ja: dass die Zahlen vom Statistischen Bundesamt stammen, lässt uns auch nicht besser und optimistischer an diese Republik glauben…

Quelle der Grafik: ACE. Herausgeber: ACE Auto Club Europa. Copyright: ACE-Pressestelle.

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26.01.2010

Ein Land verstehen in 6 Minuten

Zwischen Vier und SechsEin sehr schöner 6minütiger Kurzfilm von Corinna Schnitt (nomen est omen), viel besser als alle anderen Filme über Deutschland von irgendwelchen Staregisseuren: Zwischen Vier und Sechs. Man beachte, auf welchem Wege am Ende des Films die Straße überquert wird: “weil man ja schon Wege zurücklegt”.

Pril reicht schon.

Aha.

Und sogar die Nachbarn helfen.

Liebe Außerirdische: wir sind nicht alle so, aber: bitte, bitte nehmt mich mit.

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16.01.2010

Lehrreiches Feature über unseren Staat

Es ist nicht nur eine Lehrstunde für alle, die “nichts zu verbergen haben” (aber warum leben die dann nicht mit einem schönen großen Schaufenster zur Straße hin in einer Ladenwohnung?), die gerne wie Schwerverbrecher bei Reisen Fingerabdrücke von sich nehmen lassen, die sich mit Begeisterung über “mehr Sicherheit” nacktscannen lassen und auf Facebook ihr Privatleben mit einem lockeren “Hallo Welt!” präsentieren.

Es ist vielmehr auch für alle Kritikaster, die schon immer ‘nach drüben’ gehen sollten (und man wusste nie, ob jene ihnen wirklich nur die DDR oder nicht doch gleich ‘die andere Seite’ antun wollten), für alle Weltabgewandten, alle in geistiger Klausur und öffentlicher Abstinenz Lebenden überaus lehrreich, erhellend und schockierend, was der Staat mit uns, seinen Bürgern macht, wie er sich benimmt, wie ignorant er gegenüber unseren Grundrechten ist, wie er in seiner Parallelwelt der “Aktenzeichen” lebt und dabei das Recht, das Maß, die Verhältnismäßigkeit und oft genug sogar den gesunden Menschenverstand vergißt.

Beim Deutschlandfunk gibt es das Feature “Kafka, Kanzler und da knackt nichts” (Sendezeit: 12.01.2010 19:15, Autor: Siemann, Holger, Länge: 43:29 Minuten) zum Anhören und zum Download (und vielleicht ja sogar zum Weiterverausborgen an Freunde, denn eigentlich sollten das ALLE hören und sich danach fragen, ob sie richtig gewählt haben und was zu tun ist.

Einfach hier klicken und im Browser “Sichern als” oder “Seiteninhalt sichern als…” aus dem Ablage-Menü wählen, schon hat man eine schöne MP3-Datei zum Weitergeben an Freunde und zum Wiederanhören.

Das Feature zum Nachlesen gibt es hier: Kafka, Kanzler und da knackt nichts. Aus dem Inneren eines Überwachungsstaates. Von Holger Siemann. Ein Ausschnitt aus dem Feature-Text:

O-Ton: Ströbele (Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundes für die Geheimdienste)
Nein, also wir scheitern häufig auch daran, dass wir einfach gar nicht die Zeit haben, auch ich nicht, all die Akten zu lesen, die wir dann zur Verfügung gestellt bekommen. Das sind ja nicht, das ist ja dann nicht ein kleiner Hefter, sondern zehn, fünfzehn Leitz-Ordner, wann soll ich denn das alles lesen? Dazu muss ich ja dann auch immer in den Geheimschutzraum gehen, also kann ich das auch nicht nebenher hier im Büro erledigen.
Erzähler:
Während in den USA nach dem 11.September nur 0,5 Abhörungen auf 100 000 Einwohner kommen, sind es in Deutschland 15, also das Dreißigfache3! Fehlt es uns an demokratischer Tradition? An heilsamem Misstrauen gegenüber einem heimlich wirkenden Staat?
O-Ton: Bernhard
Es ist so, dass man informiert werden muss, wenn so eine Abhörmaßnahme beendet werden muss, also man muss als Betroffener nicht sozusagen während der Maßnahme informiert werden, aber nach ihrem Ende. Und da ich nicht informiert wurde, gehe ich davon aus, dass das noch läuft.

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