betonblog.de Blog für schwere Gedanken.

Tag-Archiv: Literatur

Fontane, der alte Twitterer

Da war ich doch bass erstaunt, was sich beim alten Fontane findet: Heute früh, nach gut durchschlafener Nacht, Bin ich wieder aufgewacht. Ich setzte mich an den Frühstückstisch, Der Kaffee war warm, die Semmel frisch, Ich habe die Morgenzeitung gelesen (Es sind wieder Avancements gewesen). Ich trat ans Fenster, ich sah hinunter, Es trabte wieder, [...]

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If they don’t have books, don’t fuck them

Gesehen bei Soupełna Abstrakcja

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Karl Heinz Deschner lesen & hören zum Papstbesuch

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Darum gefällt sich die neuere Zeit in so viel Abgeschmacktem

Etwas sauertöpfisch und besserwisserisch ist der liebe Herr Goethe ja schon, als er auf seinem Weg durch Italien die vorgefundene schöne (alte) Welt mit den als schlechtgelaunt empfundenen Daheimgebliebenen und der hinter sich gelassenen dunklen kalten Heimat vergleicht. Nicht ganz untypisch für deutsche Touristen, die ja nichts weniger gern im Urlaub treffen als andere deutsche [...]

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Wenn 1968 twittern würde: “Leute, Mick #Jagger ist irre dünn, ey!”

Sehr amüsant, was man in einem Essay im Deutschlandradio hören konnte: Man stelle sich kurz vor, es hätte schon 1968 statt selbst gedruckten Flugblättern und “Infos” einen Online-Liveticker gegeben, etwa bei den “Springer-Blockaden” oder beim Vietnamkongress in Berlin: “15.45 Uhr. Rudi Dutschke spricht: ‘Genossen, Antiautoritäre, Menschen! Wir haben nicht mehr viel Zeit. In Vietnam werden [...]

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The Worst Emotion – Stephen Fry animated

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Marbach IV: Schon langweilig, so’ne Revolution

Als der Professor Friedrich Theodor Vischer1 in der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche saß, malte er aus Langeweile seinen Notizblock voll. Zu bestaunen – natürlich – im Marbacher Literaturmuseum und hier in unserer kleinen Marbach-Reihe: Wie dem Ausstellungstext zu entnehmen ist, beschrieb er die Zusammenkünfte der Nationalversammlung wenig schmeichelhaft: Mißhandelt an den feinsten Nerven, gedrückt, [...]

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Marbach III: Der weltfremde Herr Schiller

Schiller an Huber am 25. März 1785: Ich bin Willens, bei meinem neuen Etablissement in Leipzig einem Fehler zuvorzukommen, der mir in Mannheim bisher sehr viel Unannehmlichkeit machte. Es ist dieser, meine eigene Ökonomie nicht mehr zu führen, und auch nicht mehr allein zu wohnen. Das erste ist schlechterdings meine Sache nicht – es kostet [...]

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  • Motti

    Ich finde Niemanden, der so häufig Recht hätte, wie ich ! (Arno Schmidt: Die Umsiedler, BA I/1, S. 275)

    Das Verzweifelte, daß die Praxis, auf die es ankäme, verstellt ist, gewährt paradox die Atempause zum Denken, die nicht zu nutzen praktischer Frevel wäre. (Theodor W. Adorno, Negative Dialektik, S. 243)

    Schlechtes Benehmen halten die Leute nur für eine Art Vorrecht, weil keiner ihnen aufs Maul haut. (Klaus Kinski)

    I cannot persuade myself that a beneficent and omnipotent God would have designedly created parasitic wasps with the express intention of their feeding within the living bodies of Caterpillars. (Charles Darwin)

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