Bob Dylan Theme Time Radio HourEinem Gönner verdanken wir den Zugang zu unendlich vielen Ausgaben von Bob Dylans Theme Time Radio Hour, einer echten Perle des Radios. Nochmals Dank dafür.

Hier singt kein Bob Dylan, sondern als “Host” spielt er Musik, erzählt mit einer schier überirdischen Stimme Anekdoten, wühlt in seiner persönlichen Musikgeschichte, bringt Perlen, Merkwürdigkeiten und Spezialitäten zu Gehör, von denen man noch nie gehört hat.

Das Wall Street Journal schrieb über Dylans Radiosendung:

To listen to ‘Theme Time Radio Hour’ is to rediscover the sense of musical adventure that old-fashioned disc jockeys with strongly individual personalities offered in the days before big-money stations pinned their fiscal hopes to the rigid Top 40-style playlists that took the fun out of radio. ((“Bob Dylan’s Day Job: A ’60s troubadour turns postmodern disc jockey” in Sightings by Terry Teachout, W14, June 21-22, 2008, The Wall Street Journal.))

Und auch wir können dieses echte (im mehrfachen Wortsinne) Hörerlebnis nur empfehlen für alle, die Abenteuer für die Ohren (und den Rest vom Kopf) suchen.

Wer schlau ist, findet auch einen Download.

Eigentlich war dieses Lied mal in einer – wie ich finde – schöneren Aufnahme, mutmaßlich mit Dietrich Fischer-Dieskau, das Outro der legendären Radiosendung Sprechfunk und hat also des öfteren tatsächlich den Schlaf des Autors nach der nächtlichen Sendung eingeleitet. Aber nichtsdestotrotz ist das Lied auch in dieser Aufnahme und auch ohne Sprechfunk wunderschön:

Surfin’ Bird

Kategorie: Gelinkt

Dass der Surfin’ Bird von den Trashmen ein SEHR cooler Song ist, dürfte ja jedem und jeder mit einer auch nur einigermaßen durchschnittlichen Musik-Bildung klar sein. Dass es dazu aber auch noch so ein glorioses Video gibt, war mir neu. Großartig, auch das Interview danach mit Steve Wahrer. Wir nehmen das mal als schwungvollen Wocheneinstieg:

Via die immer wieder lesenswerte Glaserei: Proto-Punk vom Allerfeinsten.

Joachim schreibt in seinem Nachruf auf die Loveparade in der NZZ:

Umschlag des Deutungsmusters

Es fällt auf, dass im Moment ihrer Duisburger Katastrophe diese biologische Sicht durch eine soziophysikalische ersetzt wurde: Die Masse erschien nun als Naturgewalt, schwer zu lenken, kaum ansprechbar (man traute den Teilnehmern nicht einmal zu, einen frühzeitigen Abbruch der Parade verständig hinzunehmen), ein Strom, gefährlich wie ein Fluss in Hochwasserzeiten, im Tunnel kanalisiert und ohne Rückhaltebecken, wie es in Berlin mit dem Tiergarten zur Verfügung gestanden hatte. Festhalten muss man, dass die Love Parade weder an Alkohol noch an Designer-Drogen oder zu lauter Musik zugrunde gegangen ist, sondern daran, dass man aus der bewegten eine gestaute Masse machen wollte, eingezäunt und eingeengt in eine Arena, als handle es sich bei dieser Feier, die doch der tänzerischen Freiräume bedarf, um den Besuch eines Fussballspiels. Als die Love Parade starb, war sie nicht sie selbst.

Quelle: Joachim Güntner: Bei ihrem Tode war sie nicht sie selbst. Ein Nachruf auf die Love Parade. NZZ v. 29.7.2010.

Bleibt zu hoffen, dass die hoffnungslos dummen Macher des Mottos “Dance or Die” ebenfalls etwas für die Zukunft gelernt haben.

Hmm, ganz sicher bin ich mir nicht, aber es scheint um ein Festival (oder eine Band?) namens All Tomorrow’s Parties zu gehen, auf jeden Fall ist der Trailer zum kommenden Film mehr als nur amüsant und sehr tanzbar:

Herrje, das ist wirklich HERRLICH, was man hier sehen kann. Natürlich sind die alle fürchterlich alt geworden, aber hintereinander geschnitten Menschen von Cabaret Voltaire, Joy Division (war das nicht nach John Peel die ALLERbeste Band der Welt?)) und Kraftwerk zu sehen, ist schon eine Wonne:

[youtube WeVRYPjcVXg]